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Arboner Seeufer

Geschichte von Arbon

Erfahren Sie mehr über die Vergangenheit Arbons

Nach einem jahrelangen Auswahlverfahren entscheidet im Sommer 2011 das Welterbe-Komitee der UNESCO in Paris, die wichtigsten ‹Prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum› als UNESCO-Welterbe auszuzeichnen. Zwei der Arboner Pfahlbaudörfer gehören dazu. Das wissenschaftliche Potenzial, der perfekte Zustand der zahlreichen Fundobjekte und der nach den Grabungen erfolgte nachhaltige Schutz der vorhandenen Siedlungsreste im Bleichequartier sind ausschlaggebend für die seltene Auszeichnung.

Weitere Informationen finden Sie unter der Homepage der Stadt Arbon.
 

Historisches Museum Arbon

Historisches Museum Arbon

Im mittelalterlichen Schloss Arbon mit seinem Wehrturm erwartet den Besucher das grösste lokal- und regionalhistorische Museum des Thurgaus. Die modern gestaltete Dauerausstellung nimmt ihn mit auf eine spannende Zeitreise durch 5’500 Jahre spannender Siedlungsgeschichte am Bodensee.

Altstadt Arbon

Altstadt von Arbon

Die dicken Mauern der mittelalterlichen Stadtbefestigung wurden häufig als Grundmauern für Wohnhäuser genutzt. Die Häuserreihe an der Untertorgasse ist ein besonders eindrückliches Beispiel dieser Bauweise. Nach Abbruch einiger Häuser mit schlechter Bausubstanz entstand der idyllische Fischmarktplatz, wo der Blick frei geworden ist auf die schön restaurierten Nachbarhäuser, zum Teil mit Fachwerk und Fresken sowie den ‹Posthof›, einer grossstädtischen Blocküberbauung erstellt in den Jahren 1905/1906. Der muschelförmige Brunnen mit der neckischen Fischerin aus Bronze verleiht diesem Ort zum Verweilen einen weiteren, besonderen Reiz. Der Platz ist das ganze Jahr hindurch Standplatz verschiedener Märkte, von Konzerten und Festen.

Kappeli

Kappeli

Das markante Bauwerk mit ‹gotischer› Arkadenreihe und Dachreiter in der Altstadt ist von aussen noch als Gotteshaus erkennbar, auch wenn es seit 1789 ausschliesslich weltlichen Zwecken diente und wiederholt stark umgebaut wurde.
Unter anderem diente das ‹Kappeli› auch als Brockenhaus.

1992 ist der Bau von der Technikerschule St. Gallen unter der Leitung des Architekten Heinz Nyffenegger ein erstes Mal untersucht und dokumentiert worden. Dabei wurde mithilfe der Dendrochronologie festgestellt, dass der Dachstuhl ungefähr 1389/1390 oder 1494/1495 erbaut wurde. Zusätzlich legte man von den farbigen Ausmalungen der Kapelle einige Bereiche frei, die zeigen, dass es sich um ein bedeutendes Baudenkmal aus dem hohen Mittelalter handelt.

Neben mittelalterlichen Befunden ist der spätantike Kastellgraben von Arbor Felix angeschnitten worden. Dieser verlief weit vorgelagert, parallel zu den mächtigen Befestigungsmauern des Kastells aus dem 4. Jahrhundert n.Chr.

Schloss Arbon

Schloss Arbon

Aus dem Jahr 250 n. Chr. stammt das befestigte spätrömische Kastell Arbor Felix (‹der glückliche Baum›), welches die Römer zur Zeit der Völkerwanderung um 400 n. Chr. wieder verlassen mussten. Später wurde das Schloss bischöflich konstanzischer Grundbesitz. Während über eintausend Jahren wohnten bischöfliche Verwalter, später Obervögte im Schloss. Bischof Hugo von Hohenlandenberg erweiterte die Anlage 1510 - 1518 in der Form, wie sie sich heute präsentiert. Um 1800 gelangte das Schloss in Privatbesitz und seit 1945 ist es Eigentum der Stadt Arbon. Nach umfassenden Innen- und Aussenrestaurierungen befinden sich im Schloss mit seinem 33 Meter hohen, markanten Turm seit über 30 Jahren das historische Museum. Eine Institution für Erwachsenenbildung und die gemütliche ‹Wirtschaft zum Schloss› sind heute ebenso im Schloss zu Hause. Trauungen und andere Feierlichkeiten werden gerne in den historischen Gemäuern abgehalten. Der stilechte Landenbergsaal (benannt nach seinem Erbauer, Hugo von Hohenlandenberg) bietet den würdevollen Rahmen dazu. Das Schloss Arbon ist heute ein regional bedeutendes kulturelles Begegnungszentrum.

Arboner Zeitfrauen

Arboner Zeitfrauen

Seit 2012 gibt es in Arbon den Frauenstadtrundgang. Organisiert wird er von einer Guppe engagierter Frauen, die sich der Arboner Frauengeschichte angenommen haben. In einem szenischen Rundgang lassen sie jweils den Alltag die Tätigkeiten und die gesellschaftliche Stellung von Frauen aus der Vergangenheit wieder aufleben.

Pfahlbauten Arbon

Pfahlbauten Arbon

Eine illustrierte Informationstafel sowie der Gedenkstein zur Erinnerung an die frühesten Entdeckungen (1885 und 1944/45) befinden sich auf dem Areal der Fundstellen. Die Fundstelle kann nicht besichtigt werden. Die wichtigsten Originalfunde sind im Historischen Museum Schloss Arbon und im Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld ausgestellt.

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